

Insbesondere in Zeiten von Onlineshopping, Mikro-Transaktionen und steigenden Lebenshaltungskosten ist die Versuchung hoher Ausgaben groß. Gerade deswegen ist es jedoch umso wichtiger, dass Kinder bereits früh finanzielle Kompetenzen erlernen. Budgetgeld hilft dabei, weil es reale Preise und Kaufentscheidungen erlebbar macht. Eltern können so besser einschätzen, wie ihr Kind mit Geld umgeht und gezielt unterstützen, wenn es um verantwortungsbewusste Ausgaben geht. Aber wie geht man das am besten an?
Beantworten wir gleich die wichtigste Frage: Was ist ein üblicher Betrag für Budgetgeld? Das Deutsche Jugendinstitut empfiehlt ein Budgetgeld von 110 € bis 180 € pro Monat. Darin enthalten sind unter anderem Ausgaben für Kleidung und Schuhe, Essen außer Haus und Verbrauchsgüter. Der ideale Betrag variiert je nach Absprache und Bedürfnissen. Zahlen Sie beispielsweise weiterhin für das Schulmaterial oder den Handyvertrag, entfallen diese Kosten aus dem Budgetgeld.
| Zweck | Betrag pro Monat |
|---|---|
| Kleidung/ Schuhe | 40 - 60 € |
| Bus/ Bahn | 20 - 25 € |
| Schulmaterial | 5 - 15 € |
| Essen außer Haus | 25 - 40 € |
| Handy & Internet | 15 - 25 € |
| Kosmetik/ Pflege | 5 - 15 € |
Quelle: Deutsches Jugendinstitut, Stand: 2024*
Natürlich gibt es auch höhere Beträge, allerdings ist die Empfehlung für die meisten Familien ein realistischerer Anhaltspunkt. Interessant ist, dass der Betrag im Gegensatz zum Taschengeld je nach Alter kaum variiert.
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Der perfekte Betrag hängt von Ihrem eigenen Geldbeutel und den Vereinbarungen ab, die Sie mit Ihrem Kind treffen. Um diesem Gespräch eine Richtung zu geben: Das Deutsche Jugendinstitut empfiehlt 40 – 50 € pro Monat für Kleidung und Schuhe und 5 - 15 € pro Monat für Verbrauchsgüter wie Kosmetik. Das ist ein perfekter Ausgangspunkt für ein Gespräch darüber, wer was bezahlt und welche Kosten realistisch sind.
Wenn Kinder oder Jugendliche Verantwortung für bestimmte Ausgaben wie Kleidung und Kosmetika übernehmen, stoßen sie früher oder später an finanzielle Grenzen. Und genau darin liegt der Lerneffekt: Wer mit einem begrenzten Budget wirtschaften muss, merkt schnell, dass Geld nicht unbegrenzt verfügbar ist. Die Erfahrung, sich zwischen einem neuen Pullover, einer turn Creme und einem Kinobesuch entscheiden zu müssen oder für einen größeren Wunsch länger zu sparen, vermittelt eine zentrale finanzielle Kompetenz: Prioritäten setzen.
Kinder und Jugendliche, die stärker in finanzielle Entscheidungen eingebunden sind, entwickeln ein besseres Gefühl für den Wert von Geld und den Umgang damit. Das Budgetieren wird zur gelebten Realität mit allen Höhen und Tiefen.
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Gute Vereinbarungen sind der Schlüssel zum Erfolg. Mit diesen Tipps legen Sie ein solides Fundament:
Letztendlich ist Budgetgeld viel mehr als nur ein monatlicher Betrag, der das Taschengeld ergänzt. Es ist ein praktisches Lehrmittel in der finanziellen Erziehung, das Ihr Kind auf die finanzielle Unabhängigkeit vorbereitet. Indem Sie ihm jetzt Verantwortung und Vertrauen schenken, helfen Sie ihm, später fest in seinen (selbst gekauften) Schuhen zu stehen.