Sie benutzen den Browser Internet Explorer. Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt. Bitte benutzen Sie einen anderen Browser um unsere Website uneingeschränkt nutzen zu können.  Mehr Informationen dazu finden Sie hier: Sicheres Online-Banking.
Tipps

Was kostet eine neue Küche oder ein neues Badezimmer?

06-02-2026

Träumen Sie auch manchmal von einer neuen Küche mit modernen Fronten und highend Einbaugeräten oder einem Bad mit ebenerdiger Dusche? Verständlich – das eigene Zuhause ist für viele Menschen der wichtigste Rückzugsort. Wer 2026 eine Renovierung plant, merkt allerdings schnell: Die Preise haben sich in den letzten Jahren spürbar verändert.

Das muss kein Grund zur Sorge sein. Mit einer realistischen Kostenübersicht, guter Planung und durchdachten Entscheidungen lässt sich auch eine größere Renovierung finanziell solide umsetzen. Denn eines ist klar: Renovieren steigert nicht nur den Wohnkomfort, sondern ist immer auch ein finanzielles Projekt.

In diesem Blog geben wir Ihnen eine realistische Einschätzung der Kosten für Küche und Bad, zeigen typische Kostenverteilungen und erklären, an welchen Stellen sich sparen lässt – ohne Abstriche bei Qualität und Funktionalität zu machen.

Die Kosten einer neuen Küche

Beginnen wir mit dem Herzstück des Zuhauses. Eine neue Küche ist eine größere Ausgabe. Im Folgenden sehen Sie, mit welchen Kosten für eine komplette Küche inklusive Montage im Durchschnitt zu rechnen ist. Denn seien wir ehrlich: Eine Küche selbst einzubauen, ist für die wenigsten realistisch. In vielen Haushalten wird die Küche beim Einzug neu angeschafft oder vom Vormieter übernommen und später ersetzt. Entsprechend zählt sie zu den größten Einzelinvestitionen rund ums Wohnen.

Segmente

Preisübersicht Küche (inkl. Montage)

Was ist darin enthalten?

Einstiegssegment

2.000 – 5.000 €

Kleine Küchenzeile, Standardisierte Anordnung, Standardgeräte, Arbeitsplatte meist aus Kunststoff oder Pressholz.

Mittleres Segment

5.000 – 15.000 €

Markengeräte, Arbeitsplatte aus Stein oder Verbundmaterial, hochwertige Auszugssysteme, optional mit Kochinsel.

Gehobenes Segment

Ab 15.000 €

Maßanfertigung, hochwertige Geräte (z. B. Dampfgarer, Weinkühlschrank), Materialien wie Keramik oder Marmor.

Was kostet eine Badrenovierung?

Viele Menschen unterschätzen die Kosten eines Badezimmers. Da der Raum oft relativ klein ist, erwartet man einen geringeren Preis. Doch Vorsicht: Pro Quadratmeter ist ein Bad häufig teurer als eine Küche.

Der Grund liegt im hohen handwerklichen Aufwand auf engem Raum: Abbrucharbeiten, das Verlegen von Leitungen, Elektrik, Abdichtung, Fliesenarbeiten und Montage greifen hier eng ineinander.

Segmente

Preisübersicht Bad (inkl. Montage)

Was ist darin enthalten?

Einstiegssegment

7.000 – 10.000 €

Standardfliesen, Basissanitärobjekte, keine größeren Leitungsverlegungen.

Mittleres Segment

10.000 – 15.000 €

Bodengleiche Dusche, Doppelwaschbecken, Design-Heizkörper.

Gehobenes Segment

ab 15.000 €

Freistehende Badewanne, zusätzliche Komfortelemente, großformatige Fliesen.

Kostenaufteilung bei Küche und Bad

Um zu wissen, wo Einsparpotenzial besteht, lohnt sich ein Blick darauf, wofür das Geld tatsächlich ausgegeben wird. Die Kostenstruktur unterscheidet sich deutlich zwischen Küche und Bad.

Kostenstruktur Küche

Bei einer Küche fließt der größte Teil des Budgets in die Materialien:

·         60–70 % Materialien (Schränke, Fronten, Arbeitsplatte, Geräte)

·         30–40 % Arbeitskosten (Montage und Anschlüsse)

Kostenstruktur Bad

Beim Bad ist das Verhältnis nahezu umgekehrt. Hier ist der Stundenlohn der Handwerker der größte Kostenfaktor:

·         ca. 45–50 % Materialien (Fliesen, Badmöbel, Armaturen)

·         ca. 50–55 % Arbeitskosten (Sanitär, Fliesen, Elektrik)

Clevere Strategien zum Sparen bei der Renovierung

Wer die Zahlen kennt, kann gezielt sparen. Auch 2026 lassen sich mit etwas Planung und Kreativität Renovierungskosten senken, ohne dass das Ergebnis günstig wirkt.

1. Die Showroom-Falle vermeiden

In Showrooms sieht alles perfekt aus – inklusive der edlen Armatur oder der passenden Griffe. Zubehör hat dort jedoch oft hohe Margen.

  • Tipp: Kaufen Sie die Basis beim Fachbetrieb und wählen Sie Armaturen, Spülbecken, Beleuchtung oder Griffe separat. Das spart schnell mehrere hundert Euro.

2. Geräte und Leistungen gezielt vergleichen

Komplettangebote sind bequem, aber nicht immer die günstigste Lösung.

  • Tipp: Prüfen Sie die Modellnummern der angebotenen Geräte. Häufig lassen sich identische Geräte günstiger separat kaufen. Klären Sie vorab, ob der Anbieter auch externe Geräte einbaut.
  • Noch ein Tipp: Holen Sie zudem mindestens drei Angebote ein und vergleichen Sie nicht nur den Gesamtpreis, sondern auch die enthaltenen Leistungen.

3. Grundriss beibehalten

Möchten Sie die Dusche auf die andere Seite des Badezimmers verlegen? Oder die Kochinsel an einen Ort setzen, an dem bisher keine Leitungen liegen? Das ist der schnellste Weg, das Budget zu überschreiten. Das Verlegen von Abwasser- und Wasserleitungen ist arbeitsintensiv und teuer.

·         Tipp: Wenn möglich, die bestehende Anordnung beibehalten und vor allem sichtbare Elemente erneuern. Das spart Zeit und Kosten.

Arbeitskosten und Eigenleistung

Bei einer Renovierung machen die Arbeitskosten einen erheblichen Teil des Budgets aus. Für qualifizierte Handwerker wie Tischler, Sanitärinstallateure oder Elektriker liegen die Stundenlöhne im Bereich von 50 bis 80 Euro, teilweise auch darüber. Hinzu kommen in der Regel Anfahrts- und Materialkosten. Entsprechend lohnt es sich, genau zu prüfen, welche Arbeiten sinnvoll ausgelagert werden – und wo Eigenleistung möglich ist.

Selbst abbauen und entsorgen

Der Rückbau einer alten Küche oder eines Badezimmers ist körperlich anstrengend, aber technisch meist überschaubar. Für Abbruch- und Entsorgungsarbeiten veranschlagen Betriebe häufig ein bis zwei volle Arbeitstage.

  • Ersparnis: Wer den Rückbau selbst übernimmt und Bauschutt fachgerecht entsorgt, kann je nach Umfang etwa 500 bis 1.500 Euro sparen.
  • Tipp: Gut erhaltene Elemente wie Küchenschränke, Arbeitsplatten oder Badmöbel lassen sich häufig weitergeben oder verkaufen. Das spart Entsorgungskosten und bringt im besten Fall sogar noch etwas Geld ein.

Vorarbeiten selbst übernehmen

Fragen Sie Ihren Handwerksbetrieb, welche vorbereitenden Arbeiten Sie selbst übernehmen können. Fachkräfte verbringen oft viele Stunden mit einfachen Schraubarbeiten oder mit dem Sortieren der benötigten Materialien.

  • Tipp: Bauen Sie die Küchenschränke (die Korpusse) selbst vor und montieren Sie weitere Teile wie Schubladen. Achten Sie darauf, dass alle Materialien bereits im richtigen Raum stehen, damit die Fachkräfte direkt mit der Arbeit beginnen können.

Wichtig: Arbeiten an Elektrik sowie das Abdichten von Nassbereichen sollten immer von Fachbetrieben durchgeführt werden. Fehler in diesen Bereichen können später zu hohen Folgekosten führen.

Zeitplanung

Zeit ist Geld. Wenn Handwerker warten müssen, weil vorherige Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, entstehen oft zusätzliche Kosten, etwa durch weitere Anfahrten. Eine klare Zeitplanung hilft, unnötige Ausgaben zu vermeiden.

Sparen für eine Renovierung

Eine Renovierung ist ein großer Einschnitt in das eigene Vermögen. Wie lässt sich das finanziell gesund angehen?

1. Immer mit einem Puffer rechnen

Bei Renovierungen gilt eine Sicherheit: Es kostet fast immer mehr als gedacht. Vielleicht zeigt sich beim Entfernen des Bodens ein Problem oder eine Leitung ist beschädigt.

Planen Sie deshalb einen Puffer von 10 bis 15 Prozent zusätzlich zu Ihrem Budget ein. Nutzen Sie diesen nicht, dann ist dieses Geld ein guter Start für das nächste Sparziel.

2. Planen Sie das Sparen konkret

Rechnen Sie aus, wie viel Sie für die Renovierung benötigen und wie lange Sie dafür sparen müssen. Mit dem Sparziel-Rechner sehen Sie direkt, wie viel Sie monatlich zurücklegen sollten. Statt alles in einen Topf zu werfen, können Sie bei Ayvens Bank mit Unterkonten arbeiten. Legen Sie zum Beispiel ein Unterkonto „Neue Küche“ an. So sehen Sie genau, wie weit Sie bereits sind.

3. Prüfen Sie Ihre Fixkosten

Möchten Sie Ihr Unterkonto schneller füllen? Dann schauen Sie kritisch auf Einnahmen und Ausgaben. Brauchen Sie wirklich drei Streaming-Dienste? Wer laufende Kosten reduziert, hat monatlich mehr übrig – zum Beispiel für die Traumküche oder das neue Bad.

4. Sparen Sie automatisch

Richten Sie Ihr Sparen so ein, dass direkt nach dem Gehaltseingang ein Betrag in Ihr „Renovierungs-Unterkonto“ überwiesen wird. Was nicht auf dem Girokonto liegt, wird im Alltag oft auch nicht ausgegeben.

Genießen Sie Ihr neues Bad oder Ihre neue Küche!

Eine neue Küche oder ein neues Bad ist eine große Investition und eine, die den Alltag langfristig prägt. Wer sich nicht allein an Showroom-Preisen orientiert, sondern frühzeitig plant, behält den Überblick. Wenn klar ist, was Kosten verursacht und welche Arbeiten sich selbst übernehmen lassen, lassen sich Entscheidungen entspannter treffen. So wird aus der Renovierung kein finanzieller Kraftakt, sondern ein gut planbares Vorhaben.

Möchten Sie weitere Sparnachrichten, Tipps und Inspirationen erhalten?

Abonnieren Sie dann gleich unseren Newsletter!