Europäische Zentralbank erhöht Leitzins auf 2,25%

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25% angehoben. Damit reagiert sie auf die zuletzt deutlich gestiegene Inflation in der Euro-Zone. 

Die Teuerungsrate lag im Mai bei 3,20% und damit klar über dem Inflationsziel der EZB von zwei Prozent. Hauptgründe sind die Energiekrise infolge des Irankriegs sowie Lieferengpässe, die die Preise in vielen Bereichen nach oben treiben.


Mit der Zinserhöhung verfolgt die EZB das Ziel, den Preisanstieg einzudämmen und die Inflationserwartungen der Verbraucher und Unternehmen zu stabilisieren. Für Sparer könnte das positive Auswirkungen haben, da Banken ihre Sparzinsen schrittweise anheben könnten. Gleichzeitig verteuern sich Kredite, etwa für Immobilien, Konsum oder Unternehmensinvestitionen.


Die Notenbank geht davon aus, dass die Inflation auch in den kommenden Jahren über ihrem Zielwert bleiben wird. Für 2026 erwartet die EZB eine durchschnittliche Inflationsrate von 3,00%. Erst in den Folgejahren soll sich die Preisentwicklung langsam wieder dem Zwei-Prozent-Ziel annähern.


Während viele Ökonomen den Zinsschritt als nachvollziehbare Reaktion auf den anhaltenden Preisdruck bewerten, kommt Kritik aus Teilen der Wirtschaft und von Gewerkschaften. Sie befürchten, dass höhere Finanzierungskosten das ohnehin schwache Wirtschaftswachstum zusätzlich bremsen könnten. Die EZB hält den Schritt dennoch für notwendig, um ihre Glaubwürdigkeit im Kampf gegen die Inflation zu sichern.


Für Verbraucher bedeutet die Entscheidung vor allem: Sparen könnte wieder attraktiver werden, gleichzeitig müssen sie sich jedoch auf höhere Kreditkosten und weiterhin steigende Preise in verschiedenen Lebensbereichen einstellen.

 

Quellen: EZB, Handelsblatt.de, Tagesschau.de

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