202512_Schufa_1920x1080

Schufa unter Kritik: Speicherung historischer Verbraucherdaten sorgt für Diskussion

Aktuelle Recherchen von NDR und Süddeutscher Zeitung zeigen, dass die Schufa neben ihren regulären Datensätzen offenbar auch historische Verbraucherdaten über längere Zeit speichert. Dabei handelt es sich unter anderem um Informationen zu alten Krediten, Kreditkarten, Pfändungen oder bereits erledigten Zahlungsausfällen, die von vielen Betroffenen als längst gelöscht angesehen wurden.

Nach Angaben der Schufa werden diese Daten genutzt, um die Aussagekraft von Bonitätsmodellen und Scores zu testen und weiterzuentwickeln. Datenschützer und Verbraucherschützer sehen dies jedoch kritisch. Sie befürchten, dass Verbraucher die Kontrolle über ihre Daten verlieren und nicht ausreichend über die Speicherung informiert werden. Zudem wird diskutiert, ob die langfristige Aufbewahrung historischer Daten mit den europäischen Datenschutzvorgaben vereinbar ist.

Der für die Schufa zuständige Hessische Datenschutzbeauftragte prüft derzeit die rechtlichen Grundlagen dieser Praxis. Dabei geht es auch um die Frage, ob Verbraucher im Rahmen ihrer Datenauskunft umfassender über gespeicherte historische Daten informiert werden müssen.

Unser Tipp: Verbraucher können regelmäßig eine kostenlose Selbstauskunft anfordern, um zu prüfen, welche Daten über sie gespeichert sind. So lassen sich mögliche Unstimmigkeiten frühzeitig erkennen und gegebenenfalls korrigieren.

Quelle: Tagesschau/NDR, Juli 2026

Loading component...

Loading component...

Loading component...