

Nicht jeder baut automatisch eine ausreichende Rente auf. Vielleicht sind Sie (teil-)selbständig, arbeiten unregelmäßig oder haben Lücken in Ihrer Altersvorsorge aufgrund von Berufswechseln oder Auszeiten. Doch auch wenn Sie regelmäßig für Ihre Rente über Ihren Arbeitgeber gespart haben, kann es klug sein, sich intensiver mit Ihrer Rente zu befassen. So können Sie beruhigt sein und entspannt in die Zukunft blicken.
Praktisch: Auf rentenuebersicht.de finden Sie eine vollständige Übersicht über Ihre angesammelte Leistung und Ihre Ansprüche. So wissen Sie genau, wo Sie stehen.
In Deutschland bauen Sie in der Regel automatisch eine gesetzliche Altersvorsorge über die Deutsche Rentenversicherung auf. Wie hoch Ihre gesetzliche Rente später sein wird, hängt maßgeblich davon ab, wie lange und in welcher Höhe Sie Beiträge eingezahlt haben. Dabei spielt Ihr Einkommen bis zur jährlichen Beitragsbemessungsgrenze eine entscheidende Rolle.
Sie sind angestellt? Dann bietet Ihr Arbeitgeber häufig eine betriebliche Altersvorsorge an. Hierbei wandeln Sie Teile Ihres Bruttogehalts steuerlich begünstigt in Altersvorsorge um. Zusätzliche freiwillige Einzahlungen sind in der Regel möglich, jedoch abhängig von den jeweiligen Bedingungen Ihres Arbeitgebers. Informieren Sie sich hierzu am besten direkt bei Ihrem Arbeitgeber, der Personalabteilung oder beim Betriebsrat.
Im Zweifel gilt: Lassen Sie sich individuell von Ihrem Arbeitgeber oder Ihrem Betriebsrat beraten.
Ist Ihre Rente zu knapp bemessen oder bauen Sie (vorübergehend) gar keine Rente auf? Im Jahr 2025 gibt es mehrere Möglichkeiten, je nach Ihrer persönlichen Situation selbst zusätzlich etwas zu sparen:
Zusätzliches Sparen ist vor allem dann wichtig, wenn Sie selbständig sind, Sie eine Rentenlücke schließen wollen oder Sie von mehr Luxus und Freiheit im Ruhestand träumen.
Sie möchten die steuerlichen Möglichkeiten für eine zusätzliche Altersvorsorge nutzen? Dann gibt es ein paar Dinge zu beachten:
Bitte beachten Sie, dass die genauen steuerlichen Vorteile individuell variieren. Prüfen Sie Ihre persönlichen Möglichkeiten und steuerlichen Spielräume am besten mit Ihrem Finanzamt oder Ihrem Finanzberater.
Ob es sinnvoller ist, für den Ruhestand zu sparen oder zu investieren, hängt von den individuellen Umständen ab. Einige Menschen legen Wert auf Sicherheit, während andere die Möglichkeit zusätzlicher Erträge bevorzugen.
Sparen für die AltersvorsorgeInvestieren für die AltersvorsorgeSicherheit (eingezahltes Kapital garantiert)Höhere Renditechancen auf lange SichtWenig Risiko, dafür niedrige ZinsenHöheres Risiko, mögliche zwischenzeitliche VerlusteBesonders geeignet, wenn der Rentenbeginn bald bevorsteht (weniger Kursschwankungen)Besonders attraktiv, wenn der Rentenbeginn noch weiter entfernt ist
Auch eine Streuung ist möglich: Sparen Sie einen Teil, legen Sie einen Teil an und passen Sie Ihre Verteilung periodisch an. Je früher Sie damit beginnen, desto mehr profitieren Sie vom Zins-auf-Zins-Effekt: Rendite auf Rendite, Jahr für Jahr. Selbst kleine Beträge summieren sich im Laufe der Zeit erheblich.
Der ideale Rentenbetrag ist ganz individuell. Um Ihren gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten, sollten Ihre Renteneinkünfte etwa 70–80 % Ihres letzten Bruttogehalts entsprechen. Auf rentenuebersicht.de können Sie nachsehen, wie viel Sie bisher angespart haben und wie hoch ihre vorraussichtliche Rentenauszahlung sein wird.
Bedenken Sie bei der Berechnung Ihrer idealen Rente auch voraussichtliche Ausgaben. Zum Beispiel Reisen, Anschaffungen oder auch Fixkosten.
Das hängt davon ab, wie groß die Lücke zwischen Ihrem gewünschten Alterseinkommen und dem, was Sie später erhalten werden, ist. Demnach können Sie von jetzt bis zu Ihrem Renteneintrittsalter zusätzliche Ersparungen berechnen.
Rechenbeispiel: Erwarten Sie, dass Ihnen in der Rente monatlich 500 € fehlen werden und sind es noch 20 Jahre bis zu Ihrem Renteneintritt? Um diese Differenz auszugleichen, sollten Sie bei normalen Erträgen monatlich zwischen 175 € und 225 € zurücklegen.
Nicht alle Selbstständigen sind automatisch pflichtversichert. Einige Berufsgruppen sind aber pflichtversichert (z. B. Handwerker, Lehrer, Künstler über die Künstlersozialkasse, Pflegekräfte). Andere Selbstständige können freiwillig Beiträge einzahlen, um gesetzliche Rentenansprüche aufzubauen oder bestehende zu erhöhen. Freiwillige Beiträge ermöglichen regelmäßige monatliche Zahlungen, aber auch Sonderzahlungen zur Erhöhung der Rentenansprüche.
Grundsätzlich müssen Selbstständige ihre Altersvorsorge eigenverantwortlich organisieren und haben dazu viele Möglichkeiten. Häufig bietet sich eine Kombination aus freiwilliger gesetzlicher Rentenversicherung, steuerlich geförderter Rürup-Rente und privaten Anlagen an. Eine individuelle Beratung, zum Beispiel durch einen Rentenberater oder Steuerberater, ist ratsam, um das optimale Vorsorgekonzept zusammenzustellen.
Immer mehr Menschen entscheiden sich in Deutschland dafür, über das reguläre Rentenalter hinaus weiterzuarbeiten. Gründe dafür sind vielfältig: Mancheiner möchte seine finanzielle Situation verbessern, andere wollen aktiv bleiben und brauchen die tägliche Herausforderung und wieder andere arbeiten einfach weiter, weil es ihnen Spaß macht.
Auch wenn Sie sich nach Erreichen des Rentenalters dafür entscheiden, weiterzuarbeiten, erhalten Sie weiterhin Ihre volle gesetzliche Rente sowie gegebenenfalls Ihre betriebliche Altersvorsorge. Sie können unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass Ihre Rente gekürzt wird. Das zusätzliche Einkommen unterliegt der Einkommensteuer, oft zu einem niedrigeren Satz als während des Erwerbslebens. Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind nicht mehr verpflichtend, können aber freiwillig eingezahlt werden, um die spätere Rente noch weiter zu erhöhen.
Wie Sie am besten für Ihren Ruhestand sparen, lässt sich nicht pauschal beantworten, denn diese Entscheidung ist immer sehr individuell. Möchten Sie später finanzielle Freiheit, Sicherheit und das Leben unbeschwert genießen?Dann sollten Sie jetzt mit der Altersvorsorge zu beginnen. Selbst kleine Beträge können langfristig viel bewirken.
Ob Sie zusätzlich freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, eine betriebliche Altersvorsorge nutzen, privat vorsorgen oder in Aktien, ETFs oder Immobilien investieren: Jedes Bisschen hilft, wenn Sie frühzeitig starten. Behalten Sie Ihre Ziele im Auge, passen Sie Ihre Strategie bei Bedarf an und zögern Sie nicht, sich im Zweifelsfall beraten zu lassen.
Möchten Sie mehr über Ihre Altersvorsorge oder andere finanzielle Ziele erfahren? Bei der Ayvens Bank erhalten Sie regelmäßig Tipps und Anregungen, um Ihre finanzielle Zukunft mit Zuversicht anzugehen.
Für eine persönliche Beratung zu Ihrer individuellen Situation wenden Sie sich am besten immer an einen unabhängigen Finanzberater oder Experten für Altersvorsorge.
Tipp: Weitere Informationen zu Ihrer Altersvorsorge finden Sie bei der Deutschen Rentenversicherung und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales.