
Phishing ist eine kriminelle Methode, bei der Verbraucher dazu gebracht werden sollen einen Link zu klicken, der zu einer manipulierten Website führt. Kriminelle versuchen so auch häufig, Passwörter abzufangen, um zum Beispiel an Ersparnisse potentieller Opfer zu gerlangen.
Phishing ist eine erfolgreiche Betrugsmethode, weil sie sich menschliche Gewohnheiten zu Nutzen macht: Kriminelle versuchen Verbraucher zum Beispiel mit attraktiven Deals („Ein 80 %-Rabattcode wartet auf dich!“), hohen Geldbeträgen („Du scheinst der einzige Erbe eines reichen Prinzen zu sein!“) und angeblichen Gewinnen in die Falle zu locken („Sie haben ein MacBook Pro gewonnen!“). Auch die menschliche Neugier wird ausgenutzt („Hier ist die Gehaltsabrechnung und Prämie Ihres direkten Vorgesetzten“).
Neben Phishing-Mails gibt es auch andere Methoden, um Opfer in die Falle zu locken: zum Beispiel Vishing (Voice-Phishing über das Telefon oder über Teams) und Smishing (über SMS/Whatsapp). Heutzutage gelingt es sogar, über „Deepfakes“ das Gesicht einer Person zu kopieren und so Vertrauen zu schaffen, dass es sich beim Absender um eine bekannte Person handelt.

Kriminelle versuchen beim Phishing buchstäblich Sie mit dem richtigen Köder zu „angeln“. Und dass Konsumenten oft anbeißen, beweist die Statistik: Bei 92 % der Unternehmen, die gehackt wurden, war die Ursache eine Phishing-Mail (Forbes.com).
Seien Sie daher unbedingt wachsam und skeptisch, sobald eine E-Mail Sie zu einer Handlung auffordert. Ob Zugangsdaten eingeben, Geld anheben oder etwas herunterladen: Überlegen Sie immer zuerst, ob es dazu eine Berechtigung des Absenders (z.B. von Ihrer Bank) gibt. Fragen Sie im Zweifel lieber beim angegebenen Absender nach, ob die E-Mail tatsächlich von diesem verschickt wurde und vergewissern Sie sich ob die Handlung, zu der Sie in der E-Mail aufgefordert wurden, wirklich notwendig ist.
So können Sie Phishing vermeiden: Rufen Sie die Website, die Sie besuchen möchten, immer selbst auf, statt einem Link zu folgen. Auch wenn Ihre Bank Sie anruft, um sich irgendwo anzumelden, oder wenn Sie eine E-Mail mit dieser Aufforderung erhalten, geben Sie die Daten am besten wie gewohnt über die reguläre Website selbst ein, wie sonst auch.