Verbraucherschützer warnen vor Ausschluss ohne Bargeld
Verbraucherschützer warnen vor Ausschluss ohne Bargeld
Verbraucherzentralen schlagen Alarm, weil Bargeld in Geschäften, Gastronomie und bei öffentlichen Angeboten zunehmend an Bedeutung verliert – mit spürbaren Folgen für den Alltag vieler Menschen. Besonders Kinder und ältere Personen laufen Gefahr, vom Einkaufen, von Dienstleistungen und damit von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen zu werden, wenn nur noch Karte oder Smartphone akzeptiert werden.Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert deshalb eine gesetzliche Pflicht zur Bargeldannahme, die auch für SB-Kassen, Parkscheinautomaten und Fahrkartenautomaten gelten soll. Ausnahmen sollen nur eng gefasst möglich sein, etwa wenn ein sehr großer Schein in keinem sinnvollen Verhältnis zum Kaufbetrag steht oder kein Wechselgeld mehr vorhanden ist.
Die Verbraucherschützer verweisen darauf, dass Bargeld weiterhin wichtige Vorteile bietet: Es schützt die Privatsphäre, hilft beim Behalten der Ausgaben im Blick und funktioniert auch dann, wenn Kartenterminals streiken oder es technische Störungen gibt. Gleichzeitig zeigt eine Umfrage, dass bereits 30 Prozent der Befragten mindestens einmal nicht bar zahlen konnten – ein Zeichen dafür, dass die Fronten zwischen digitalem Bezahlen und Bargeld im Alltag härter werden.
Quelle: Spiegel.de
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