

Das muss kein Grund zur Sorge sein. Mit einer realistischen Kostenübersicht, guter Planung und durchdachten Entscheidungen lässt sich auch eine größere Renovierung finanziell solide umsetzen. Denn eines ist klar: Renovieren steigert nicht nur den Wohnkomfort, sondern ist immer auch ein finanzielles Projekt.
In diesem Blog geben wir Ihnen eine realistische Einschätzung der Kosten für Küche und Bad, zeigen typische Kostenverteilungen und erklären, an welchen Stellen sich sparen lässt – ohne Abstriche bei Qualität und Funktionalität zu machen.
Beginnen wir mit dem Herzstück des Zuhauses. Eine neue Küche ist eine größere Ausgabe. Im Folgenden sehen Sie, mit welchen Kosten für eine komplette Küche inklusive Montage im Durchschnitt zu rechnen ist. Denn seien wir ehrlich: Eine Küche selbst einzubauen, ist für die wenigsten realistisch. In vielen Haushalten wird die Küche beim Einzug neu angeschafft oder vom Vormieter übernommen und später ersetzt. Entsprechend zählt sie zu den größten Einzelinvestitionen rund ums Wohnen.
Segmente | Preisübersicht Küche (inkl. Montage) | Was ist darin enthalten? |
Einstiegssegment | 2.000 – 5.000 € | Kleine Küchenzeile, Standardisierte Anordnung, Standardgeräte, Arbeitsplatte meist aus Kunststoff oder Pressholz. |
Mittleres Segment | 5.000 – 15.000 € | Markengeräte, Arbeitsplatte aus Stein oder Verbundmaterial, hochwertige Auszugssysteme, optional mit Kochinsel. |
Gehobenes Segment | Ab 15.000 € | Maßanfertigung, hochwertige Geräte (z. B. Dampfgarer, Weinkühlschrank), Materialien wie Keramik oder Marmor. |
Viele Menschen unterschätzen die Kosten eines Badezimmers. Da der Raum oft relativ klein ist, erwartet man einen geringeren Preis. Doch Vorsicht: Pro Quadratmeter ist ein Bad häufig teurer als eine Küche.
Der Grund liegt im hohen handwerklichen Aufwand auf engem Raum: Abbrucharbeiten, das Verlegen von Leitungen, Elektrik, Abdichtung, Fliesenarbeiten und Montage greifen hier eng ineinander.
Segmente | Preisübersicht Bad (inkl. Montage) | Was ist darin enthalten? |
Einstiegssegment | 7.000 – 10.000 € | Standardfliesen, Basissanitärobjekte, keine größeren Leitungsverlegungen. |
Mittleres Segment | 10.000 – 15.000 € | Bodengleiche Dusche, Doppelwaschbecken, Design-Heizkörper. |
Gehobenes Segment | ab 15.000 € | Freistehende Badewanne, zusätzliche Komfortelemente, großformatige Fliesen. |
Um zu wissen, wo Einsparpotenzial besteht, lohnt sich ein Blick darauf, wofür das Geld tatsächlich ausgegeben wird. Die Kostenstruktur unterscheidet sich deutlich zwischen Küche und Bad.
Bei einer Küche fließt der größte Teil des Budgets in die Materialien:
Beim Bad ist das Verhältnis nahezu umgekehrt. Hier ist der Stundenlohn der Handwerker der größte Kostenfaktor:
Wer die Zahlen kennt, kann gezielt sparen. Auch 2026 lassen sich mit etwas Planung und Kreativität Renovierungskosten senken, ohne dass das Ergebnis günstig wirkt.
In Showrooms sieht alles perfekt aus – inklusive der edlen Armatur oder der passenden Griffe. Zubehör hat dort jedoch oft hohe Margen.
Komplettangebote sind bequem, aber nicht immer die günstigste Lösung.
Möchten Sie die Dusche auf die andere Seite des Badezimmers verlegen? Oder die Kochinsel an einen Ort setzen, an dem bisher keine Leitungen liegen? Das ist der schnellste Weg, das Budget zu überschreiten. Das Verlegen von Abwasser- und Wasserleitungen ist arbeitsintensiv und teuer.
· Tipp: Wenn möglich, die bestehende Anordnung beibehalten und vor allem sichtbare Elemente erneuern. Das spart Zeit und Kosten.
Bei einer Renovierung machen die Arbeitskosten einen erheblichen Teil des Budgets aus. Für qualifizierte Handwerker wie Tischler, Sanitärinstallateure oder Elektriker liegen die Stundenlöhne im Bereich von 50 bis 80 Euro, teilweise auch darüber. Hinzu kommen in der Regel Anfahrts- und Materialkosten. Entsprechend lohnt es sich, genau zu prüfen, welche Arbeiten sinnvoll ausgelagert werden – und wo Eigenleistung möglich ist.
Der Rückbau einer alten Küche oder eines Badezimmers ist körperlich anstrengend, aber technisch meist überschaubar. Für Abbruch- und Entsorgungsarbeiten veranschlagen Betriebe häufig ein bis zwei volle Arbeitstage.
Fragen Sie Ihren Handwerksbetrieb, welche vorbereitenden Arbeiten Sie selbst übernehmen können. Fachkräfte verbringen oft viele Stunden mit einfachen Schraubarbeiten oder mit dem Sortieren der benötigten Materialien.
Wichtig: Arbeiten an Elektrik sowie das Abdichten von Nassbereichen sollten immer von Fachbetrieben durchgeführt werden. Fehler in diesen Bereichen können später zu hohen Folgekosten führen.
Zeit ist Geld. Wenn Handwerker warten müssen, weil vorherige Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, entstehen oft zusätzliche Kosten, etwa durch weitere Anfahrten. Eine klare Zeitplanung hilft, unnötige Ausgaben zu vermeiden.
Eine Renovierung ist ein großer Einschnitt in das eigene Vermögen. Wie lässt sich das finanziell gesund angehen?
Bei Renovierungen gilt eine Sicherheit: Es kostet fast immer mehr als gedacht. Vielleicht zeigt sich beim Entfernen des Bodens ein Problem oder eine Leitung ist beschädigt.
Planen Sie deshalb einen Puffer von 10 bis 15 Prozent zusätzlich zu Ihrem Budget ein. Nutzen Sie diesen nicht, dann ist dieses Geld ein guter Start für das nächste Sparziel.
Rechnen Sie aus, wie viel Sie für die Renovierung benötigen und wie lange Sie dafür sparen müssen. Mit dem Sparziel-Rechner sehen Sie direkt, wie viel Sie monatlich zurücklegen sollten. Statt alles in einen Topf zu werfen, können Sie bei Ayvens Bank mit Unterkonten arbeiten. Legen Sie zum Beispiel ein Unterkonto „Neue Küche“ an. So sehen Sie genau, wie weit Sie bereits sind.
Möchten Sie Ihr Unterkonto schneller füllen? Dann schauen Sie kritisch auf Einnahmen und Ausgaben. Brauchen Sie wirklich drei Streaming-Dienste? Wer laufende Kosten reduziert, hat monatlich mehr übrig – zum Beispiel für die Traumküche oder das neue Bad.
Richten Sie Ihr Sparen so ein, dass direkt nach dem Gehaltseingang ein Betrag in Ihr „Renovierungs-Unterkonto“ überwiesen wird. Was nicht auf dem Girokonto liegt, wird im Alltag oft auch nicht ausgegeben.
Eine neue Küche oder ein neues Bad ist eine große Investition und eine, die den Alltag langfristig prägt. Wer sich nicht allein an Showroom-Preisen orientiert, sondern frühzeitig plant, behält den Überblick. Wenn klar ist, was Kosten verursacht und welche Arbeiten sich selbst übernehmen lassen, lassen sich Entscheidungen entspannter treffen. So wird aus der Renovierung kein finanzieller Kraftakt, sondern ein gut planbares Vorhaben.