

"Es lohnt sich mehr, in sich selbst zu investieren, als in seinen Vermieter - denn darauf läuft es im Grunde hinaus, wenn man Immobilien mietet."
Meine Freundin und ich leben jetzt seit einem Jahr zusammen in einer Metropole, wo die Mieten ziemlich teuer sind. Da wir der Meinung sind, dass das eine große Geldverschwendung ist, spielen wir mit dem Gedanken, eine eigene Wohnung zu kaufen. Das ist allerdings mit ziemlich vielen Kosten verbunden. Man muss natürlich einen Kredit aufnehmen und darüber hinaus muss man in der Lage sein, die Gebühren für den Makler selbst zu bezahlen. Das ist etwas, wofür wir sparen - für einen Makler, Wertgutachten, Notargebühren etc.
Wir haben ein gemeinsames Konto, auf das wir jeden Monat Geld für feste Ausgaben, Lebensmittel und zum Sparen überweisen. Von diesem Konto überweisen wir den Betrag, den wir monatlich gemeinsam sparen möchten, wiederum auf ein separates gemeinsames Sparkonto. Auf dem Sparkonto bekommen wir bessere Zinsen. Unsere Regel ist, dass wir nur dann darauf zugreifen, wenn es nicht anders geht. Wir sparen beide 250 € pro Monat, also zusammen 500 € monatlich.
Wir haben etwa 5.000 € gespart. Wir haben uns nicht unbedingt ein Ziel gesetzt, denn es ist nicht ganz sicher, wann wir tatsächlich eine Wohnung kaufen werden. Am liebsten innerhalb eines Jahres. Wenn wir bis dahin jeden Monat so viel sparen, wie wir vereinbart haben, dann haben wir unser Ziel erreicht.
Wir leben in einer Großstadt und das ist teuer. Ein Bier auf der Terrasse, ein Party- oder Konzertbesuch, das kann schon ganz schön ins Geld gehen. Das bedeutet manchmal, dass man am Ende des Monats ein bisschen knapp bei Kasse ist. Dann ist es wichtig, dass wir uns gegenseitig immer wieder motivieren, nicht auf das Sparkonto zurückzugreifen, sondern zu schauen, wie wir die letzten Wochen besser organisieren können, zum Beispiel beim Einkaufen. Am Anfang des Monats gönnen wir uns auch bei den Lebensmitteleinkäufen etwas mehr als am Ende des Monats. Das macht uns nichts aus. Wenn man den Monatsanfang ein bisschen mehr genießen kann und am Ende mehr darauf achtet, ist das ein tolles System, um zu sparen und trotzdem das Leben zu genießen.
Es gibt zwei Gründe. Erstens ist es einfach entspannter, in die eigene Zukunft zu investieren, als in einen Vermieter - denn darauf läuft es im Grunde hinaus, wenn man mietet. Eine erste Schätzung eines Maklers hat aber auch gezeigt, dass unsere monatlichen Nettoausgaben wahrscheinlich niedriger wären als unsere jetzigen Mietkosten. Das ist natürlich absurd, aber die harte Realität.
Wir haben uns um eine Finanzberatung zwecks Kredites gekümmert und stehen mit einem Makler in Kontakt. Damit ist zwar noch nichts endgültig entschieden, aber die ersten Schritte sind getan. Ein Makler ist nicht unbedingt notwendig, aber es ist sehr schwierig, auf diesem Markt, ohne die Hilfe eines solchen Fachmanns ins Geschäft zu kommen. Obwohl ein Makler natürlich einiges kostet, denke ich, dass er sein Geld wert ist.
Nein, ich bin nicht besonders scharf auf Krypto, weil es in meinen Augen ein bisschen zu unsicher ist. Das könnte daran liegen, dass es tatsächlich unsicher ist oder daran, dass ich zu wenig darüber weiß. So oder so möchte ich mir aber auch nicht die Finger verbrennen. Investieren ist auch nichts, was wir tun oder was ich tue, aber es ist etwas, das ich gerne in Angriff nehmen würde. Das ganze Thema stelle ich jedoch hinten an, für nach dem Kauf.
Wir haben darüber gesprochen, das Geld, was wir gespart haben, zu investieren, aber die Gefahr ist zu hoch, dieses Geld zu verlieren. Man sollte nur Geld investieren, das man auch verlieren kann, ohne dass es schmerzt, wurde mir beigebracht. Das ist der Grund, warum wir das noch nicht gemacht haben, aber es steht auf der To Do Liste.
Ja, wir sind beide mit dem Sparen aufgewachsen. Wir hatten beide ab dem Alter von 18 Jahren ein Sparkonto, auf das unsere Eltern Geld eingezahlt haben. Natürlich wurde ein Teil davon während unserer Studienzeit ausgegeben, aber wir sind beide mit der Idee aufgewachsen, dass Sparen ein wichtiger Teil des Lebens ist. Das ist etwas, das ich irgendwann selbst an meine eigenen Kinder weitergeben möchte.
Ich denke, wir ergänzen uns in dieser Hinsicht sehr gut und sind ein gutes Team. Meine Freundin ist etwas besser in der Planung, aber manchmal auch etwas zu optimistisch. Ich bin da vielleicht ein bisschen realistischer. Aber ich glaube, bei so einer Spargeschichte braucht man eigentlich beide Typen von Menschen.
Wir haben gemeinsam eine Faustregel: Wir müssen immer über alles reden können. Denn wenn man Dinge unausgesprochen lässt, können sie in gewisser Weise schief gehen, und das wollen wir um jeden Preis vermeiden.
Was bei uns funktioniert, ist, dass wir uns im Voraus sehr gründlich über die Kosten informiert haben. So hat man einen Anhaltspunkt, was man mindestens sparen möchte.
Ein weiterer Tipp ist: Machen Sie es wirklich gemeinsam. Während ich früher vielleicht heimlich etwas von meinem Sparkonto abgehoben habe, tue ich das jetzt nicht mehr. Und wenn einer sagt: "Sollten wir auf die Ersparnisse zurückgreifen?", kann der andere sagen: "Nein, das ist nicht nötig, wir lösen das auf andere Weise". So hilft man sich gegenseitig dabei, die Motivation aufrechtzuerhalten.
Mein Onkel sagte einmal zu mir: 'Werner, egal wie es dir finanziell geht, sieh zu, dass du Einblick in deine Finanzen hast.“ Denn auch wenn es finanziell nicht so gut läuft, wenn du keinen Einblick hast, kannst du auch nichts dagegen tun. Das ist etwas, das mir immer im Gedächtnis geblieben ist.